Die Kosten von e-Zigaretten abzuschätzen, scheint auf den ersten Blick kompliziert. Das „elektronische Rauchen" (eRauchen) verlangt eine relativ teure Erstanschaffung, den laufenden Ersatz von Verschleißteilen, und zu guter Letzt einen ständigen Vorrat an Rauchwaren, Entschuldigung, hier natürlich „Dampfwaren". Sie brauchen das Gerät an sich, ein Aufladegerät, ggf. einen USB-Adapter, die Akkus, Zerstäuber und die Nikotindepots. Die Kosten hierfür hängen natürlich von Ihrem ganz persönlichen Bedarf ab.
Erschwert wird die Sache weiterhin dadurch, dass es (noch) keinerlei Standards gibt. Die Lebensdauer von Verschleißteilen (Akku, Verdampfer) sowie die Ergiebigkeit der Nikotinpatronen (Depots) sind durchaus unterschiedlich. Für unsere konservative Kostenschätzung haben wir die Preise und Daten mehrerer Webseiten abgefragt. Wir gehen in der Berechnung davon aus, dass Sie jedes Jahr ein komplett neues Starterset erwerben, was vermutlich vollkommen überflüssig ist. Genauso haben wir für die Verschleißteile eine vermutlich viel zu niedrige Lebensdauer angenommen. Die Ergiebigkeit eines Depots liegt in unserer Kalkulation bei 10 „Zigaretten" pro Depot, so dass Sie zwei Depots pro „Schachtel" benötigen. Alle Preise, die in unsere Berechnung einfließen, stellen einen hohen Mittelwert der gefundenen Preise dar, so dass unser Ergebnis Ihnen einen guten Eindruck vermittelt, wie teuer die e-Zigarette in ihrer Verwendung ist. Das Ziel unserer Beispielrechnung ist keineswegs zu zeigen, wie billig das e-Rauchen ist. Wir wollen Ihnen zeigen, was es den e-Raucher kosten kann. Mit etwas Geduld und virtueller Spucke gelingt es Ihnen sicherlich, diese Werte durch Suche und Vergleich deutlich zu unterbieten. Sollte Ihre eigene Recherche höhere Zahlen ergeben, dann empfehlen wir Ihnen allerdings weiter zu suchen.
Die Erstanschaffung – das Starter-Set
Ein Starterset enthält in aller Regel das Gerät „e-Zigarette", ein USB-Ladegerät, ein Netzladegerät, eine Anzahl von Akkus und Verdampfern. Die Lebensdauer von e-Zigarette und Ladegeräten liegt vermutlich über einem Jahr. Dennoch sind wir davon ausgegangen, dass Sie jedes Jahr eine Neuausstattung benötigen.
Für unsere Berechnung haben wir € 70,- eingesetzt.
Die Verschleißteile Akku und Verdampfer
Der Akku
Der Akku betreibt den Verdampfer und ist wie alle seine Kameraden nach einer Weile „ausgelutscht"; Leistung und Betriebsdauer lassen erheblich nach und er muss ausgetauscht werden. Obwohl die Annahme nicht unvernünftig erscheint, dass ein Akku wenigstens die Garantiezeit übersteht (häufig 6 Monate), so sind wir doch davon ausgegangen, dass Sie jeden zweiten Monat ein neues Gerät brauchen.
Für unsere Berechnung haben wir € 15,- eingesetzt – das sind 6*15 €uro = € 90,- pro Jahr
Der Verdampfer
Der Verdampfer (Zerstäuber, Atomizer) unterliegt einem direkten mechanischen Verschleiß: hier wird erhitzt, zerstäubt, gesogen – nach einer Weile alternativen „Rauchens" ist das Teil schlichtweg dicht. Es muss erneuert werden. In unserer Beispielrechnung machen wir das einmal im Monat und setzen € 12,- als Preis ein.
Das macht weitere € 144,- pro Jahr.
Die Nikotindepots enthalten die sog. „Juice"(Propylenglykol→, Nikotin, Aromastoffe), die im Verdampfer vernebelt und erhitzt wird. Es gibt sie in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken. Um die Ergiebigkeit eines solchen Depots mit einer Tabakzigarette vergleichen zu können, wird die Anzahl der Züge (Inhalationen) herangezogen. Wir sind von einem vernünftigen Mittelwert ausgegangen: in unserem Beispiel ergibt ein Depot 150 Inhalationen und entspricht somit 10 Zigaretten. Um eine Schachtel „echte" Zigaretten zu ersetzen, benötigen Sie also zwei Depots.
Gerade bei den Depots gibt es erhebliche Einsparmöglichkeiten. Die meisten Depots sind nachfüllbar. Hierzu verwenden Sie die in unterschiedlichen Größen angebotenen „E-Liquids". Die Depots können Sie zwischen vier und sechzehnmal wiederbenutzen. Wenn Sie entsprechende Mengen einkaufen, kann der Preis pro Depot auf € 0,24 sinken. Wir haben hier für neue, befüllte Depots einen Preis von € 1,- angenommen, macht € 2,- für das Äquivalent einer ordinären Schachtel Zigaretten.
Das sind also € 2,- pro Tag
Kosten für die Tabakzigarette
Die Kosten herkömmlicher Zigaretten abzuschätzen ist einfach. Da nehmen Sie den Preis der Schachtel (€ 4,30 - € 4,70), geben noch ein paar Feuerzeuge dazu, und fertig ist die Laube. Die Kosten lassen sich weiter reduzieren, wenn Sie selber stopfen oder drehen. Das fordert Geschick, besonders wenn Sie „mit Filter" drehen, und Sie brauchen eine gute Toleranz für Tabakkrümel im Mund. Für unsere Beispielrechnung haben wir einen Preis von € 4,50 für 19 Zigaretten angenommen.
Beispielrechnung Kosten e-Zigarette

Noch einmal: das ist eine Beispielrechnung. Sie basiert auf Preisen, die wir im Netz im Februar 2010 gefunden haben. Es ist eine äußerst konservative Berechnung mit „viel Luft". Wenn Sie Mengenrabatte und Nachfüllen voll ausreizen, dann liegt der Preis für e-Zigaretten leicht unter € 40,- pro Monat.
Wir sind von einem Standardraucher ausgegangen, der mit einer Schachtel am Tag auskommt. Entsprechend moderat ist die monatliche Ersparnis. Und doch: selbst bei nur € 50,- Ersparnis pro Monat haben Sie schnell die Kosten für die Erstanschaffung raus.
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